Leiterplatte
Eine Leiterplatte, englisch Printed Circuit Board (PCB), ist ein Träger für elektronische Bauteile, der zugleich deren elektrische Verbindung ermöglicht. Sie besteht aus einem elektrisch isolierenden Grundmaterial, auf dem oder in dem leitfähige Strukturen, meist aus Kupfer, angeordnet sind.
Diese sogenannten Leiterbahnen verbinden die elektronischen Bauteile entsprechend der vorgesehenen Schaltung. Die Bauteile können beispielsweise mittels SMD-Technik direkt auf der Oberfläche oder durch Durchsteckmontage befestigt und elektrisch kontaktiert werden.
Aufbau und Bauformen
Je nach Anwendung unterscheiden sich Leiterplatten in Material, Aufbau und Anzahl ihrer leitfähigen Schichten. Bei starren Leiterplatten wird häufig glasfaserverstärktes Epoxidharz (FR-4) als Trägermaterial verwendet.
Neben starren Leiterplatten gibt es flexible Leiterplatten (Flexible Printed Circuit Boards, FPCB), die beispielsweise auf Polyimidfolien basieren. Sie können gebogen und an gekrümmte Einbauflächen angepasst werden. Auch Kombinationen aus starren und flexiblen Bereichen sind möglich.
Leiterplatten in der LED-Technik
In modernen LED-Leuchten übernehmen Leiterplatten neben der elektrischen Verbindung häufig auch eine wichtige Funktion bei der Wärmeabfuhr. Je nach Konstruktion kommen dafür beispielsweise metallkernbasierte Leiterplatten oder Leiterplatten mit geeigneten thermischen Anbindungen zum Einsatz.
SMD-LEDs werden auf der Leiterplattenoberfläche montiert. Bei der COB-Technik können dagegen mehrere LED-Chips direkt auf einem gemeinsamen Träger angeordnet und verbunden werden.
Bei flexiblen LED-Bändern dient die Leiterplatte zugleich als mechanischer Träger und zur Stromversorgung der einzelnen LEDs. Leiterbahnbreite, Kupferdicke und Leiterplattenaufbau beeinflussen dabei unter anderem die elektrische Belastbarkeit, Spannungsabfälle und Wärmeentwicklung.