Wagner’scher Hammer
Der Wagnersche Hammer ist ein elektromechanischer Unterbrecherkontakt. Er erzeugt durch schnelles Ein- und Ausschalten wiederkehrende elektrische Impulse. Das Prinzip wird durch einen Elektromagneten und einen beweglichen Kontakt umgesetzt.
Der Name geht auf den deutschen Physiker Rudolf Wagner zurück. Früher wurde der Wagnersche Hammer unter anderem in Hupen, Klingeln, Relais, Summern und Zündsystemen eingesetzt.
Aufbau eines Wagnerschen Hammers
Ein Wagnerscher Hammer besteht meist aus folgenden Komponenten:
- Elektromagnet
- beweglicher Kontaktarm
- Unterbrecherkontakt
- Federmechanismus
- Stromquelle
Die einzelnen Bauteile arbeiten mechanisch und elektrisch zusammen. Dadurch entsteht die typische Schwingbewegung.
1. Das Drücken eines Tasters (a) führt zum Schließen des Stromkreises, in dem ein Elektromagnet (b) sitzt.
2. Durch das nun entstandene magnetische Feld wird ein weiterer Schalter bewegt (c), der …
3. … den Stromkreis sofort wieder unterbricht (d). Dies führt somit aber auch zu einer sofortigen Deaktivierung des Elektromagneten (e), der nun durch eine Rückstellfeder …
4. … in die Ursprungslage zurück bewegt wird (f). Somit wird der Schalter wieder geschlossen (g). Hierdurch wird aber auch der Stromkreis erneut geschlossen, so dass der Prozess von neuem beginnen kann. Die sich wiederholende, oszillierende Bewegegung wird auf eine Membran (h) übertragen, wodurch ein Ton entsteht.
Wo wird ein Wagnerscher Hammer verwendet?
Heute wird das Prinzip seltener eingesetzt, da moderne Elektronik viele Aufgaben übernimmt. Dennoch findet man vergleichbare mechanische Unterbrecher noch in bestimmten Anwendungen.
Typische Einsatzbereiche waren:
- elektrische Klingeln
- Summer
- Relaistechnik
- Zündanlagen älterer Fahrzeuge
- Signaltechnik
Vor allem in historischen oder einfachen elektromechanischen Systemen spielt das Prinzip weiterhin eine Rolle.
Vorteile des Wagnerschen Hammers
Der Wagnersche Hammer besitzt einige praktische Eigenschaften:
- einfacher mechanischer Aufbau
- keine komplexe Elektronik notwendig
- zuverlässige Impulserzeugung
- geringe Herstellungskosten
Dadurch war das Prinzip über viele Jahrzehnte weit verbreitet.
Nachteile des Wagnerschen Hammers
Gleichzeitig besitzt die Technik einige Einschränkungen:
- mechanischer Verschleiß der Kontakte
- vergleichsweise hohe Geräuschentwicklung
- Funkenbildung beim Schalten
- geringere Lebensdauer als elektronische Systeme
Deshalb wurden viele Anwendungen später durch elektronische Schaltungen ersetzt.
FAQ: Wagnerscher Hammer
Was macht ein Wagnerscher Hammer?
Ein Wagnerscher Hammer erzeugt elektrische Impulse durch schnelles mechanisches Öffnen und Schließen eines Stromkreises.
Wie funktioniert ein Wagnerscher Hammer?
Ein Elektromagnet zieht einen Kontakt an und unterbricht dadurch den Stromfluss. Anschließend schließt sich der Kontakt erneut. Dieser Vorgang wiederholt sich kontinuierlich.
Wo wurde der Wagnersche Hammer eingesetzt?
Das Prinzip wurde unter anderem in Klingeln, Relais, Summern und älteren Zündsystemen verwendet.
Warum heißt der Wagnersche Hammer so?
Die Bezeichnung geht auf den deutschen Physiker Rudolf Wagner zurück, der das Prinzip im 19. Jahrhundert beschrieb.
Wird der Wagnersche Hammer heute noch verwendet?
In modernen elektronischen Systemen nur selten. Das Grundprinzip findet sich jedoch weiterhin in einigen elektromechanischen Anwendungen wieder.